Dat ole Huus, Bauernhofmuseum in Wilsede, Deutschland
Dat ole Huus ist ein 1742 erbautes niederdeutsches Hallenhaus, das 1907 von Hanstedt nach Wilsede versetzt wurde. Sein zentrales Flett, ein über die ganze Hausbreite reichender Wohn- und Kochbereich, geht auf einer Seite in den Stall über, auf der anderen liegen abgetrennte Kammern. Der Rauch der Feuerstelle zog durch das Eulenloch im First des Reetdachs ab.
Das 1742 erbaute Haus ist das älteste Fachwerk-Hallenhaus im Naturpark Lüneburger Heide. 1907 kaufte der Lehrer Bernhard Dageförde das Gebäude, ließ es in Hanstedt abbauen und in Wilsede als Heidemuseum wieder aufbauen. Im selben Jahr gründete er mit Pastor Wilhelm Bode die Museumsgesellschaft. Bis 1908 diente das Haus als Gastwirtschaft.
Der plattdeutsche Name bedeutet „Das alte Haus“. Das Flett, die zentrale Wohnküche über die ganze Hausbreite, hat eine offene Feuerstelle, deren Rauch durch das Eulenloch im First des Reetdachs abzog. Das Flett geht ohne Abgrenzung in den Stall über, in dem auch die Kammer der Knechte lag; weitere Kammern für Mägde, Bauern und Bäuerin sowie Kinder und eine Spinnstube füllen das Haus.
Das Museum liegt in einer autofreien Zone und ist nur zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Pferdekutschen erreichbar. Besucher können von den Parkplätzen in Niederhaverbeck oder Undeloh aus anreisen.
Das Haus von 1742 wurde 1907 in Hanstedt abgebaut und in Wilsede wieder errichtet, doch Forscher datieren seinen Flett, die zentrale Wohnfläche mit Feuerstelle, auf etwa 1540. Seit 2004 gehört der Schafstall auf dem Emhoff zum Museum und zeigt Ausstellungen zur historischen Heidelandschaft.
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