Dorfkirche Lankwitz, Mittelalterliche Kirche in Lankwitz, Berlin, Deutschland.
Die Dorfkirche Lankwitz ist ein Feldsteinbau mit einem kurzen, fast quadratischen Langhaus, einem langen Chor und einer halbrunden Apsis, die alle dieselbe Traufhöhe haben. Der Westeingang ist ein Rundbogenportal des 13. Jahrhunderts; die vermauerte Südpforte am Chor zeigt noch ihr Gewände. Auf dem Westgiebel sitzt ein hölzerner Dachturm mit einem Hahn.
Lankwitz wurde 1239 erstmals erwähnt, als die Markgrafen von Brandenburg Johann I. und Otto III. das Dorf dem Spandauer Benediktinerinnenkloster St. Marien überließen. Das Kloster, das das Patronat bis zur Reformation innehatte, ließ bald darauf, wohl noch vor 1250, eine Feldsteinkirche errichten, sehr wahrscheinlich anstelle einer Holzkirche. 1757 folgte ein umfangreicher Umbau; nach der Zerstörung bei den Luftangriffen in der Nacht vom 23. zum 24. August 1943 wurde die Kirche leicht verändert wiederhergestellt und am 16. Dezember 1956 eingeweiht.
Der ungewöhnlich lange Chor verweist auf die Benediktinerinnen von St. Marien in Spandau, die das Patronat bis zur Reformation innehatten und mehr Chorstühle brauchten. Als Altarbild dient das Epitaph von 1550 für den 1540 verstorbenen Berliner Bürgermeister Joachim Reich mit einer Kreuzigungsdarstellung, eine Leihgabe aus der Marienkirche. Erhalten sind ein Kelch von 1589 und eine messinggetriebene Taufschale von um 1500.
Die Kirche steht im alten Dorfkern von Lankwitz im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Der Westzugang mit seinem Rundbogen ist der ursprüngliche Eingang aus dem 13. Jahrhundert im Westgiebel; die vermauerte Südpforte, die frühere Priesterpforte, ist an der Chorsüdwand noch zu erkennen. Der Innenraum wird über diese Westtür betreten.
Der ungewöhnlich lange Chor verweist auf die Benediktinerinnen von St. Marien in Spandau, die bis zur Reformation das Patronat innehatten und mehr Platz für ihre Chorstühle brauchten. Die Feldsteinquaderschichten laufen zwischen Apsis, Chor und Langhaus nicht durch, sodass die Bauteile nacheinander entstanden.
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