Dorfkirche Mariendorf, Mittelalterliche Feldsteinkirche in Mariendorf, Deutschland.
Die Dorfkirche Mariendorf ist eine im zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts errichtete Feldsteinkirche von etwa 28 Metern Länge und zwölf Metern Breite mit halbrunder Apsis. Der quadratische Holzturm, Ende des 16. Jahrhunderts aufgesetzt, trägt ein Zifferblatt und ein steiles Pyramidendach. Das Langhaus hat rundbogige Fenster und ein mit dunklen Schindeln gedecktes Dach.
Der Bau der Kirche stammt aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts und wird der Tätigkeit des Templerordens zugeschrieben. Ab 1435 unterstand die Kirche dem Schutz und der Verwaltung Berlins, was bis heute durch das Symbol auf dem Wetterhahn sichtbar ist.
Die sechs Tafelbilder der Kirche wurden zwischen 1600 und 1646 gemalt und hingen ursprünglich an der Emporenbrüstung der Heilig-Geist-Kapelle in Berlin-Mitte. Bei der Restaurierung von 1952 bis 1957 kamen sie nach Mariendorf. Die Gemeinde gehört zum Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
Die Glocken ertönen zwischen 7 Uhr morgens und 23 Uhr nachts und spielen drei Minuten vor jeder vollen Stunde geistliche Volkslieder oder Choräle. Besucher können diese Tradition während ihrer Zeit vor Ort erleben.
Die Wetterfahne auf dem Turm trägt die Jahreszahl 1737 und einen Bären; er verweist darauf, dass das Kirchenpatronat seit 1435 bei der Stadt Berlin lag. Der Turm ist etwa fünfzehn Meter hoch, seine Kupferhaube und die Wetterfahne wurden 2000/2002 saniert.
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