Viereckschanzen bei Nordheim, Keltische Befestigungsanlage in Nordheim, Deutschland
Die Viereckschanzen bei Nordheim sind zwei quadratische keltische Befestigungen mit Wehrgräben und Wällen in der Agrarlandschaft. Diese Strukturen wurden vollständig archäologisch untersucht, wobei komplexe Siedlungsmuster mit mehreren Gebäuden und Gruben freigelegt wurden.
Diese Befestigungen entstanden in der späten Eisenzeit vor etwa 2000 Jahren als Teil der keltischen Siedlungskultur. Großflächige Ausgrabungen in den 1990er Jahren brachten die archäologischen Reste zum Vorschein und ermöglichten detaillierte Studien zur Nutzung des Ortes.
Die Grabungen zeigen, dass Menschen hier in mehreren Holzhäusern und Grubenunterkünften lebten und täglich mit Vieh und Vorräten wirtschafteten. Diese Funde geben einen seltenen Blick in den Alltag keltischer Gemeinschaften.
Heute sind die Strukturen wegen landwirtschaftlicher Nutzung nicht sichtbar, können aber bei Besuchen als Bodenunebenheiten oder Verfärbungen in den Feldern erkannt werden. Am besten besucht man den Ort mit lokalen Karten oder GPS-Koordinaten, um die ungefähren Standorte zu lokalisieren.
Bei den Ausgrabungen wurden 10.000 Tierknochen gefunden, darunter viele unversehrte Knochen von jungem Rind, die in den Befestigungsgräben lagen. Diese ungewöhnlich gut erhaltenen Funde geben Hinweise auf rituelle Praktiken oder besondere Versorgungsweisen an diesem Ort.
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