Gülser Eisenbahnbrücke, Eisenbahnbrücke in Koblenz, Deutschland
Die Gülser Eisenbahnbrücke ist eine Flussüberführung über die Mosel in Koblenz mit drei stählernen Bögen und verbindet die Stadtteile Güls und Moselweiß miteinander. Das Bauwerk ist etwa 226 Meter lang und trägt neben den Eisenbahngleisen auch einen Gehweg für Fußgänger.
Der Bau des Viadukts begann im April 1877 und wurde im Oktober 1878 vollendet, um eine strategische Eisenbahnverbindung zwischen Berlin und Metz zu schaffen. Diese Verbindung ermöglichte den Transport von Waren und Personen über große Distanzen entlang eines wichtigen Korridors.
Der Fußweg auf der Brücke entstand 1926 durch Eigeninitiative von Bürgern, die den Bau selbst finanzierten und Wegerechte bis 1959 einzogen. Dieses gemeinschaftliche Projekt zeigt, wie die lokale Bevölkerung ihre Infrastruktur gestaltet hat.
Die Brücke ist zu Fuß erreichbar und bietet einen sicheren Gehweg neben den aktiven Eisenbahngleisen für alle Besucher. Es empfiehlt sich, den Fußweg während der regulären Öffnungszeiten zu nutzen und dabei die Zugbewegungen zu beachten.
Interessanterweise stammen die stählernen Bögen von zwei verschiedenen Herstellern: zwei Bögen wurden von Gutehoffnungshütte Oberhausen gebaut, während der dritte von Hoffnungshütte Dortmund mit Unterstützung von Demag Duisburg konstruiert wurde. Diese ungewöhnliche Kombination zeigt die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Industriebetrieben bei diesem großen Projekt.
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