Düsseldorfer Tausendfüßler, Hochstraße in Düsseldorf Zentrum, Deutschland
Der Tausendfüßler war eine erhöhte Straßenbrücke mit einer Länge von 536 Metern, die durch ein Hauptast und einen Nebenast strukturiert wurde und auf Y-förmigen Stahlpilzen ruhte. Die Konstruktion verband die nördlichen Stadtteile ohne Querungen oder Staubildung mit der Innenstadt.
Die Brücke wurde zwischen 1961 und 1962 erbaut und diente Düsseldorf als wichtige Nord-Süd-Verkehrsverbindung bis zu ihrer Sprengung im Jahr 2013. Der Bau folgte einer Bürgerbewegung, die die endgültige Gestaltung dieser markanten Struktur mitbestimmte.
Die Brücke war als technisches Denkmal seit 1993 unter Schutz gestellt und bildete mit dem Thyssen-Gebäude und dem Theater ein architektonisches Ensemble im Stadtbild. Dieses Zusammenspiel prägte das visuelle Erscheinungsbild der Düsseldorfer Innenstadt über Jahrzehnte.
Als Hochbrücke war sie nur für Fahrzeuge zugänglich und überführte den Straßenverkehr auf einem separaten Niveau über die Stadt. Fußgänger konnten sie nicht benutzen, sodass die Bewegungsrouten in der Innenstadt davon getrennt blieben.
Der Name stammte von den vielen stabilen Stützpilzen, die das Bauwerk trugen und aus der Ferne an die Beine eines Tausendfüßlers erinnerten. Diese Bezeichnung wurde von der Düsseldorfer Bevölkerung selbst geprägt und setzte sich schnell als Spitzname durch.
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