St. Kilian, Pfarrkirche in Erftstadt, Deutschland.
St. Kilian ist eine katholische Pfarrkirche im Ortskern von Lechenich, unweit des Marktplatzes. Der rote Backsteinbau, von 1746 bis 1749 errichtet und 1750 konsekriert, hat einen viergeschossigen Westturm, den eine grüne Kupferzwiebelhaube mit Kreuz krönt. Eine polygonale Apsis mit hohen Spitzbogenfenstern, Backsteinpfeilern und einem Konsolenfries tritt hervor; drei rot bemalte Pinnakel mit Metallspitzen stehen auf den Dachfirsten, und ein niedrigerer Anbau mit Schieferdach liegt vor der Apsis.
1271 ist die erste Kirche an dieser Stelle bezeugt, als Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg dem Kölner Stift St. Aposteln die Rechte bestätigte. 1485 wurde das Gotteshaus dem heiligen Kilian geweiht. Nach dem Stadtbrand von 1702 und weiteren Bränden 1722 und 1744 ließ St. Aposteln von 1746 bis 1749 eine barocke Backsteinkirche errichten, die 1750 konsekriert wurde. Ab 1864 erhielt das Langschiff nach Plänen des Kölner Architekten Ernst Friedrich Zwirner gotische Maßwerke und abgestufte Strebepfeiler.
Die Kirche ist dem heiligen Kilian geweiht, dem sie 1485 gewidmet wurde und dem sie ihren Namen verdankt. Ein Visitationsprotokoll vom 3. August 1662 verzeichnet, dass die Nebenaltäre den Patronen der Bruderschaften geweiht waren: der bereits 1356 erwähnte Marienaltar, ein Altar der heiligen Agatha, der Beschützerin vor Feuergefahr, und einer des Antonius des Großen.
St. Kilian steht im Ortskern von Lechenich, unweit des Marktplatzes, innerhalb des im Grundriss erhaltenen mittelalterlichen Straßennetzes. Die Kirche ist eine aktive Pfarrkirche; ein Blick auf Außenbau und Inneres sollte daher außerhalb der Gottesdienste liegen. Die rote Backsteinapsis mit ihren hohen Spitzbogenfenstern und der Turm mit grüner Kupferzwiebelhaube sind von den umliegenden Gassen aus zu sehen.
Der Turm wurde um ein Geschoss erhöht, weil das neue, von St. Aposteln errichtete Dach des Kirchenschiffs seine unteren Schallfenster verdeckte. Die Glocken goss 1744 Martinus Legros aus Malmedy. Am aufgesetzten Glockengeschoss fallen horizontale Bänder aus Werkstein auf, die sich vom übrigen Turm abheben.
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