Speicherbecken Witznitz, Stausee in Deutschland
Das Speicherbecken Witznitz ist ein großer Stausee bei Borna in Sachsen, der in einem ehemaligen Tagebaurestloch entstand und durch einen Damm gestaut wird. Der See hat eine Fläche von etwa 210 bis 570 Hektar je nach Wasserstand und wird von Wäldern und Feldern umgeben.
Der Speicher wurde zwischen 1950 und 1954 erbaut und 1954 in Betrieb genommen, nachdem das frühere Kohleabbaugebiet Witznitz I 1945 stillgelegt worden war. Seit 1961 speist eine Wasserleitung vom Fluss Sermuth Wasser ein, wodurch die Anlage an die wachsenden Anforderungen angepasst werden konnte.
Der Name des Sees stammt vom früheren Tagebau Witznitz I, der die Landschaft prägte. Heute nutzen Menschen den Bereich zum Spazieren und Angeln, wobei die gelbe Klinkerfabrik an der Ostseite an die industrielle Vergangenheit erinnert.
Die Umgebung des Sees ist über Wege gut erreichbar und lädt zum Spazieren und Radfahren ein, besonders auf den naturnahen Pfaden rund um die Wasserfläche. Besucher sollten sich bewusst sein, dass der See für Angeln genutzt wird und dass Motorboote nicht erlaubt sind, aber kleine Ruderboote und Kanus möglich sind.
Das Wasser wird durch eine Pumpenanlage in Sermuth vom Fluss Freiberger Mulde zugeführt, was zeigt, wie die Anlage gezielt an die natürlichen Wasserläufe der Region angepasst wurde. Diese technische Lösung ermöglicht es, sauberes Wasser für das nahegelegene Kraftwerk Lippendorf zur Verfügung zu stellen.
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