Wiprechtskirche Eula, Mittelalterliches Kirchengebäude in Eula, Deutschland
Die Wiprechtskirche Eula ist ein Kirchenbau in Eula, einem Ortsteil von Borna in Sachsen, der auf erhöhtem Gelände über dem Eulatal steht. Der rechteckige Wehrturm aus hellem Stein ragt über die umliegenden Felder und Wälder hinaus und kennzeichnet das Dorf schon von weitem.
Eine erste hölzerne Kapelle stand hier seit 1090, bevor am 17. Januar 1201 die Weihe der steinernen Kirche erfolgte. Umbauten im 15. und im 19. Jahrhundert fügten gotische und historistische Elemente hinzu und erweiterten die ursprünglich romanische Anlage.
Der Name ehrt Wiprecht von Groitzsch, einen regionalen Adeligen des 11. Jahrhunderts, dessen Familie das frühe Bauwerk stiftete. Im Inneren dominiert ein spätgotisches Triumphkreuz von 1500 den Chorbereich, während die vier Bronzeglocken aus der Mitte des 15. Jahrhunderts noch heute zur Gemeindemesse läuten.
Die Kirche liegt auf einem Hügel und ist über einen kurzen Fußweg vom Ortskern Eula aus erreichbar. Nach Brandschäden an der Sakristei 2015 wurden Sanierungsarbeiten abgeschlossen, sodass das Gebäude heute vollständig zugänglich ist.
Die vier Bronzeglocken aus 1441 und 1454 bilden eines der ältesten vollständigen Geläute Sachsens und haben Kriege und Brände ohne Einschmelzung überstanden. Ein weiteres Detail ist der romanische Altarstein, der bei Renovierungsarbeiten 2008 freigelegt wurde und seitdem sichtbar in der Apsis ruht.
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