Wysburg, Mittelalterliche Burgruine in Remptendorf, Deutschland
Die Wysburg ist die Ruine einer Höhenburg auf einem 443 m hohen Sporn der Schloßkuppe, 1,8 km nördlich von Weisbach und 1,2 km östlich von Neuenbeuthen im Saale-Orla-Kreis. Sie gliedert sich in Vor- und Hauptburg. Freigelegte und teilweise wieder aufgemauerte Mauern umfassen die Wirtschaftsgebäude der Vorburg mit Backofen, Bergfried, Palas, Wohnturm, Toranlage, Wall-Graben-System und ein in den Fels gehauenes Bassin von 7,50 m Durchmesser und 8 m Tiefe mit etwa 350.000 Litern Fassungsvermögen. Die ergänzten Mauerteile sind mit roten Ziegeln gekennzeichnet.
Die Wysburg wurde in den letzten Jahrzehnten vor 1300 auf der Schloßkuppe von den Vögten von Gera erbaut, die seit Mitte des 13. Jahrhunderts die Herrschaft Weisbach innehatten. Sie ersetzte eine ältere Turmhügelburg der Lobdeburger als Grenzfeste gegen die Schwarzburger. Im Vogtländischen Krieg 1354 fiel ein böhmisches Heer Karls IV. in die Besitzungen der Vögte ein; die Burg wurde wohl im Herbst 1354 zerstört und anschließend geschleift.
Die Ruinen zeigen, wie Burgen früher gebaut wurden und waren Teil des Schutzsystems für die Region. Man sieht noch heute an den Steinen, welche Techniken die damaligen Handwerker nutzten.
Die Ruine liegt auf einem 443 m hohen Sporn der Schloßkuppe, 1,8 km nördlich von Weisbach und 1,2 km östlich von Neuenbeuthen. Nach 1985 wurden die Mauern schrittweise wieder aufgemauert, rote Ziegel kennzeichnen die ursprüngliche Höhe. Das Felsbassin misst 7,50 m im Durchmesser bei 8 m Tiefe.
Die Ruinen gehören zu einem Netzwerk von Wehrbauten in dieser Region, das zeigt, wie verbreitet der Burgbau im Mittelalter war. Viele dieser Anlagen sind heute kaum noch sichtbar, was diese Reste besonders wertvoll macht.
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