Schwarzes Moor bei Resse, Naturschutzgebiet bei Hannover, Deutschland
Das Schwarzes Moor bei Resse ist ein 140 Hektar großes Naturschutzgebiet zwischen Garbsen und Wedemark, nordwestlich von Langenhagen. Es umfasst Kiefern-Birken-Moorwald, offene Moorheiden mit Glocken- und Besenheide sowie Wollgras und Torfmoos-Schwingrasen in den ehemaligen Handtorfstichen. Das Gebiet entwässert nach Osten zum Resser Graben und nach Süden zur Auter, einem Nebengewässer der Leine.
Das Schwarzes Moor bei Resse steht seit dem 9. Dezember 1993 unter Naturschutz und trägt das Kennzeichen NSG HA 162. Das Hochmoor wurde bis in die 1950er-Jahre entwässert und durch bäuerliche Handtorfstiche teilabgetorft, wobei schmale Torfstichbänder mit Dämmen dazwischen entstanden. Seit dem Planfeststellungsbeschluss von 2016 sollen im LIFE+-Projekt Hannoversche Moorgeest Entwässerungen zurückgebaut und neue Dämme und Staue angelegt werden.
Der Name Schwarzes Moor bezieht sich auf den dunklen Torf; bis in die 1950er-Jahre stachen Bauern hier Torf, zurück blieben schmale parallele Streifen, auf deren Dämmen heute Kiefern und Birken stehen. Die Landesjägerschaft Niedersachsen betreut das Gebiet, und Informationstafeln vor Ort erläutern die Wiedervernässung.
Das Gebiet ist leicht zugänglich und bietet Wege zum Wandern und Erkunden des Moores in verschiedenen Jahreszeiten. Die beste Zeit zum Besuch ist während der wärmeren Monate, wenn der Boden trockener ist und die Tierwelt aktiv ist.
Die Landesjägerschaft Niedersachsen betreut das Naturschutzgebiet. Die offenen Moorheide- und Moorflächen werden durch gezieltes Entkusseln, also das Entfernen von Gehölzen, erhalten; Glocken- und Besenheide sowie Wollgras sind daher auf fortlaufende Pflege angewiesen.
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