Zisterzienserinnenkloster Bersenbrück, Ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in Bersenbrück, Deutschland
Das Kloster Bersenbrück ist ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in Bersenbrück, Niedersachsen. Eine Steinbrücke von 1728 führt über den Klostergraben zum barocken Torhaus von 1700, dessen Bogen ein Wappenstein ziert. Dahinter stehen die St.-Vincentius-Kirche mit wuchtigem quadratischem Turm und der Westflügel des Klosters; das nördliche Kirchenschiff, die frühere Ravensberger Kirche, entstand im 12. Jahrhundert.
Gestiftet 1231 von Graf Otto II. von Ravensberg und seiner Gemahlin Sophia, stand das Zisterzienserinnenkloster zunächst unter der Leitung von Äbtissin Clementia, vermutlich Schwester des Münsteraner Bischofs Ludolf von Holte. Papst Innozenz IV. verlieh ihm 1243 das „Große Privileg“. Um 1484 schloss sich der Konvent den Bursfelder Beschlüssen an. Am 22. Februar 1787 erlosch das Klosterleben; das nachfolgende weltliche Damenstift wurde 1964 endgültig aufgehoben.
Der lateinische Name des Klosters, Monasterium Ste. Dei Genitricis et Virginis Mariae, weihte es Maria, der Mutter Gottes. Äbtissin Lucretia Elisabeth von Vincke leitete den Konvent ab 1614 55 Jahre lang, entschuldete ihn und führte ihn durch den Dreißigjährigen Krieg, in dem die Nonnen dreimal aus Sicherheitsgründen das Kloster verlassen mussten.
Das Kloster ist heute von außen frei zugänglich, wobei der zentrale Hof und die Außenseite der Gebäude besichtigt werden können. Im Inneren der Gebäude befindet sich ein Museum und ein Gericht, daher sollte man sich vorher über Öffnungszeiten und Besichtigungsmöglichkeiten informieren.
Die Klostergärten wurden nach historischen Dokumenten rekonstruiert und mit heimischen Pflanzen bepflanzt, um Vögeln und Insekten Lebensraum zu bieten. Diese auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Anlage zeigt, wie mittelalterliche Klöster ihre Umgebung bewirtschafteten und nutzten.
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