Dünsberg, Gipfel und archäologische Stätte in Biebertal, Deutschland.
Der Dünsberg ist ein Gipfel und archäologisches Fundgebiet im Biebertal, das sich auf etwa 498 Meter erhebt und die umliegende Hügellandschaft überragt. Rund um den Gipfelbereich sind noch gut erhaltene Überreste eines keltischen Ringwalls zu finden, der einst eine ausgedehnte Siedlung auf dem Berg umschloss.
Grabhügel am Südhang belegen eine Nutzung im Neolithikum und in der Bronzezeit, Befestigungen sind seit der Urnenfelderzeit des 8. Jahrhunderts v. Chr. nachweisbar. Seine Blüte erreichte das keltische Oppidum in der La-Tène-Zeit um das 3. Jahrhundert v. Chr., als drei konzentrische Ringwälle bis 10 m hoch 90 Hektar und schätzungsweise 2000 Einwohner umschlossen. Die Drusus-Feldzüge 12 bis 8 v. Chr. eroberten die Anlage, im 1. Jahrhundert n. Chr. setzte der Niedergang ein.
Der Name Dünsberg bezeichnet noch heute den Berg und seine Wälle, und die drei konzentrischen Ringe des keltischen Oppidums sind bis zu 10 Meter hoch erhalten. Der äußere Ring umschließt 90 Hektar, und die Wallanlage hatte 14 Tore. Der 1899 errichtete Dünsbergturm beherbergt eine Gaststätte und einen historischen Vermessungsstein der mitteleuropäischen Gradmessung von 1867.
Mehrere markierte Wanderwege führen auf den Gipfel, und am Fuß des Berges gibt es Parkplätze, von denen aus man die Route gut beginnen kann. Die Wege sind klar ausgeschildert, aber festes Schuhwerk empfiehlt sich, da einige Abschnitte nach Regen rutschig werden können.
Obwohl der Berg vor allem für seine keltischen Überreste bekannt ist, wurden bei Ausgrabungen auch Spuren einer frühmittelalterlichen Nutzung gefunden. Dies deutet darauf hin, dass der Ort weit über die keltische Zeit hinaus für die Menschen in der Region eine Rolle spielte.
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