Eisenbahnbrücke Bogen, Eisenbahnbrücke aus Stahl in Aiterhofen, Deutschland.
Die Eisenbahnbrücke Bogen überführt die eingleisige Bahnstrecke Straubing–Bogen bei Kilometer 2311,27 über die Donau und deren Altarm. Die Strombrücke ist eine parallelgurtige Stahlfachwerkbrücke mit drei Feldern: ein mittleres Feld von 60 Metern, flankiert von zwei Feldern zu je 45,8 Metern, die Fahrbahn liegt zwischen den Trägern. Mit den Flutbrücken umfasst die Anlage 20 Brückenfelder auf 547 Metern; Auffahrtsrampen an beiden Ufern schaffen die Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt.
Die Brücke wurde 1895 als Teil der Bahnlinie Straubing-Miltach eröffnet und markierte die Expansion der Eisenbahninfrastruktur in Niederbayern. Sie ermöglichte den Bau dieser Linie durch eine Flussquerung, die zuvor eine große technische Herausforderung dargestellt hatte.
Die Brücke stellt ein bedeutendes Beispiel deutscher Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts dar und zeigt die industriellen Fähigkeiten Bayerns während seiner Eisenbahnentwicklung.
Der Zugang zum Brückenbauwerk ist eingeschränkt, da es sich um eine aktive Eisenbahnstrecke handelt und die Sicherheitsbestimmungen streng sind. Von den Ufern des Flusses aus kann man die Struktur aus der Ferne betrachten und ihre Architektur schätzen.
Die Durchfahrtshöhe beträgt nur 5,0 Meter über dem höchsten schiffbaren Wasserstand, deshalb ist die Brücke mit Beleuchtung und Radarrückstrahlern für die Schifffahrt ausgestattet. Kollisionen häufen sich bei Hochwasser: Am 22. Januar 2018 blieb ein rumänisches Frachtschiff mit dem Führerhaus hängen, weil der Kapitän es nach dem Entladen im Hafen Straubing-Sand nicht abgesenkt hatte. Nur ein Radarrückstrahler wurde beschädigt, gesperrt wurde die Brücke nicht.
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