Riemeisterfenn, Naturschutzgebiet in Steglitz-Zehlendorf, Deutschland.
Das Riemeisterfenn ist ein 7,2 Hektar großes Naturschutzgebiet im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf am Rand des Grunewalds. Es schützt eine sumpfige Niederung um den weitgehend verlandeten Riemeistersee mit Erlenbruchwald und nährstoffarmem, saurem Moorwasser. An der Nordseite verbindet der Fennkanal die Krumme Lanke mit dem Langen Luch.
Das Riemeisterfenn wurde mit Verordnung vom 4. Mai 1987 auf 7,2 Hektar als Schutzgebiet für mesotrophe Moorweiher und Erlenbruchwälder ausgewiesen. Der Riemeistersee war 1911 trockengefallen, nachdem Grundwasserentnahmen den Spiegel gesenkt hatten; ab 1913 pumpten die Wasserwerke Havelwasser in die Grunewaldseenkette. Ein Dammbruch in den 1960er Jahren hatte das Fenn wieder mit den Seen verbunden, 1998 wurde dieser Durchlass per Senatsverordnung geschlossen.
Der Name stammt vom niederdeutschen Wort „Fenn“ für ein Moor und von einem „Riedmeister“, einem vom Kloster Lehnin für die Seen und Moore bestellten Aufseher, der zu Riemeister wurde. Auch die Riemeisterstraße und die Riemeister-Grundschule tragen den Namen. Die an das Fenn grenzende Onkel-Tom-Straße erinnert an das 1884 genehmigte Ausflugslokal Onkel Toms Hütte.
Das Schutzgebiet ist durch mehrere Wanderwege zugänglich und verbindet sich mit nahegelegenen Seen und anderen geschützten Flächen. Besucher sollten sich auf feuchten Untergrund vorbereiten und festes Schuhwerk tragen.
Das Gebiet bewahrt eines der letzten Moorgebiete Berlins mit seltenen Pflanzenarten wie Sumpforchideen. Diese Flora ist ein Relikt aus früheren Zeiten und kommt in der Stadt nur noch an wenigen Stellen vor.
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