Marcobrunn, Quelle und Weinberg in Eltville am Rhein, Deutschland
Marcobrunn ist eine Weinfläche und Quelle in Eltville am Rhein an einem südwestausgerichteten Hang zwischen Hattenheim und Erbach. Das Gelände umfasst steile bis mittlere Hänge mit tiefem, kalkhaltigen Boden, der sich für den Anbau von Riesling besonders eignet.
Das Wort Marcobrunn leitet sich vom Althochdeutschen 'Marka' ab, was Grenze bedeutet, da die Quelle die Grenzlinie zwischen Erbach und Hattenheim markierte. Die Bedeutung dieses Ortes in der Weingeschichte wuchs über Jahrhunderte hinweg, da beide Gemeinden das Wasser für ihre Reben nutzten.
Der Name Marcobrunn stammt aus dem Mittelalter und bezieht sich auf die Grenzlage zwischen zwei Weingemeinden, die das Quellwasser lange Zeit gemeinsam nutzten. Diese gemeinsame Geschichte prägt bis heute das Verständnis der Einheimischen für diesen Ort als Verbindungspunkt zweier Weintraditionen.
Der Ort ist am besten zu Fuß erreichbar und liegt an einem Wanderweg durch die Weinregion, was den Besuch ohne besondere Ausrüstung ermöglicht. Das Gelände kann bei jedem Wetter erkundet werden, aber feste Schuhe sind ratsam, da der Hang teilweise steil ist.
Thomas Jefferson besuchte die Gegend 1788 und trank das Quellwasser, was sein Interesse für die Rieslingtrauben der Region weiter vertiefte. Ein Jahrzehnt später wurde ein Wein aus diesem Weinberg dem Kaiser bei einer bedeutenden Zeremonie serviert.
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