Mammutbäume, Naturdenkmal in Demen, Deutschland
Zwei kalifornische Mammutbäume stehen in der Nähe von Kölpin im Naturpark Sternberger Seenland, wobei einer über 40 Meter hoch wird und einen Durchmesser von etwa 2 Metern hat. Die mächtigen Nadelbäume mit ihrem rötlich-braunen Stamm bilden eine ungewöhnliche Ergänzung zur flachen norddeutschen Landschaft und wirken beeindruckend neben den heimischen Wäldern.
Die Bäume wurden in den 1870er Jahren unter dem Gutsherr Julius Hüniken und dem Förster Heinrich Hagge gepflanzt und brachten kalifornische Arten nach Mecklenburg-Vorpommern. Diese Anpflanzung war Teil eines größeren Interesses an exotischen Baumarten, das während dieser Zeit in europäischen Forstverwaltungen verbreitet war.
Ein Denkmal am Fuß der Bäume ehrt Heinrich Hagge, der von 1875 bis 1904 für das Forstgut arbeitete. Die Bäume stehen als Zeichen dieser forstwirtschaftlichen Vergangenheit und der Verbindung zwischen Landschaft und Geschichte dieses Gebiets.
Man erreicht die Mammutbäume auf einem etwa 350 Meter langen Weg, der mit hölzernen Wegweisern gekennzeichnet ist und westlich der Staatsstraße L 9 beginnt. Der Zugang ist zu Fuß gut möglich und die Gegend bietet wenig Steigung oder Hindernisse für Besucher.
Die beiden Bäume sind von zwei kleinen Seen begleitet, darunter der größere Schapwäsch-See, dessen Name aus dem Niederdeutschen stammt und ursprünglich auf einen Platz zum Waschen von Schafen hindeutet. Diese historische Verbindung zwischen Weidewirtschaft und Naturlandschaft zeigt, wie die Gegend traditionell genutzt wurde.
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