Herrenhaus Bülow, Herrenhaus in Bülow, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland.
Das Herrenhaus Bülow ist ein zweigeschossiger Barockbau, den der preußische Offizier Magnus Friedrich III. von Barner von 1742 bis 1746 auf älteren Resten errichten ließ. 1842 erhöhte Heinrich Franz von Barner das Gebäude um ein Halbgeschoss im Stil der italienischen Neorenaissance und fügte vier Ecktürme hinzu. Im Giebeldreieck des ursprünglichen Mittelrisalits sitzt das Allianzwappen der Familien von Barner und von Maltzahn; mehrere denkmalgeschützte Ställe der Gutsanlage sind erhalten.
Bülow wurde 1262 erstmals urkundlich erwähnt; seit 1573 ist das Gut durch Kauf und Tausch im Besitz der Familie von Barner. Der preußische Offizier Magnus Friedrich III. von Barner ließ von 1742 bis 1746 ein zweigeschossiges barockes Herrenhaus auf älteren Resten errichten. 1842 ließ Heinrich Franz von Barner das Gebäude um ein Halbgeschoss im Stil der italienischen Neorenaissance erhöhen und mit vier Ecktürmen ausstatten.
Das Herrenhaus war Zentrum des landwirtschaftlichen Lebens und prägte über Generationen hinweg die Dorfgemeinschaft durch seine Rolle als Wirtschaftshof. Die Gebäude und Höfe zeigen noch heute, wie eng der Alltag der Dorfbewohner mit dem Rhythmus der Gutswirtschaft verflochten war.
Das Herrenhaus steht in der Gemeinde Bülow im Landkreis Ludwigslust-Parchim, direkt davor liegt ein kleiner Teich. Daneben sind mehrere denkmalgeschützte Ställe der früheren Gutsanlage erhalten. Das Gebäude stand lange leer und wird von einem neuen Eigentümer instand gesetzt, das Innere ist daher nicht zugänglich; Haus und Teich sind von der Dorfstraße aus zu sehen.
Das Herrenhaus ist Bestandteil eines der größten Konzentrationen von Gutshäusern in Europa, eine architektonische Besonderheit dieser Region. Diese Fülle an erhaltenen Adelssitzen macht Mecklenburg zu einem seltenen Fenster in die historische Agrarstruktur des europäischen Nordens.
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