Dorfkirche Mestlin, Gotische Backsteinkirche in Mestlin, Deutschland.
Die Dorfkirche Mestlin ist eine gotische Backsteinkirche, deren ältester Teil, der Feldsteinchor, zwischen 1220 und 1250 entstand; das Backsteinschiff folgte Anfang des 14. Jahrhunderts. Zwei schlanke achteckige Pfeiler teilen die Halle in zwei Schiffe, und der Dachfirst erreicht die Länge des Kirchenschiffs. Der quadratische Westturm mit Fachwerkobergeschossen und Pyramidendach wurde nach 1745 um zwei Stockwerke erhöht.
Die ursprüngliche Kirche wurde um 1250 errichtet, wobei der Granitchor aus dieser frühen Zeit erhalten blieb. Der gotische Backsteinbau wurde etwa 1370 hinzugefügt und prägt seither das Erscheinungsbild des Gebäudes.
Der Ort Mestlin wurde 1312 erstmals als Mustelin urkundlich erwähnt. Von 1448/1450 bis zur Auflösung des Dobbertiner Klosteramtes 1919 war die Kirche Patronatskirche des Klosters Dobbertin. Ein Visitationsprotokoll von 1557 vermerkt, dass hier noch vorreformatorische Heiligenverehrung bestand: Bilder waren geschmückt, ein Kruzifix war aufgerichtet, davor hingen Flachs und Wolle, und Wachslichte hatten neulich gebrannt.
Das Gebäude ist in der Regel zugänglich und wird von der evangelisch-lutherischen Gemeinde von Mestlin gepflegt, die auch sieben umliegende Ortschaften versorgt. Ein Besuch ist am besten tagsüber möglich, wenn das Tageslicht die Innenausstattung deutlich macht.
Zwei Glocken aus dem Jahr 1389 wurden 1989 vom Kirchturm in Ruest in den Turm dieser Kirche versetzt. Die größere Glocke trägt lateinische Inschriften, die von ihrer mittelalterlichen Herkunft und Bestimmung berichten.
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