Dobbertiner Seenlandschaft und mittleres Mildenitztal - Landkreis Parchim, Landschaftsschutzgebiet in Ludwigslust-Parchim, Deutschland.
Die Dobbertiner Seenlandschaft ist ein geschütztes Gebiet in Ludwigslust-Parchim mit Seen, Wäldern und dem Tal der Mildenitz. Das Areal erstreckt sich über etwa 84 Quadratkilometer und zeigt typische Merkmale einer norddeutschen Seen- und Waldlandschaft.
Das Landschaftsschutzgebiet wurde durch Verordnung vom 13. August 1999 ausgewiesen und umfasst 8.400 Hektar entlang der Mildenitz nördlich von Goldberg. Es erstreckt sich über den Dobbertiner See, die Dobbiner und Klädener Plage bis zum Lenzener See bei Mustin. Die Verordnung legt die Grenzen entlang von Straßen und der Eisenbahnlinie zwischen Goldberg, Dobbertin, Dabel und Dinnies fest.
Das Gebiet war über Jahrhunderte hinweg besiedelt und geprägt durch das Kloster Dobbertin, das bis heute in der Landschaft spürbar ist. Die Menschen haben die Gegend über lange Zeit bewohnt und bewirtschaftet, was sich in alten Spuren und Steinen zeigt.
Das Gebiet bietet zahlreiche Wander- und Radwege, die zu Beobachtungspunkten und natürlichen Stätten führen. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und auf die jahreszeitlichen Verhältnisse achten, da das Terrain an manchen Stellen feucht sein kann.
Die Formen stammen aus der Weichselkaltzeit: Vor etwa 20 000 Jahren schoben sich Gletscher von Norden heran und hinterließen am Nordrand des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide Endmoränenzüge. Schmelzwasserströme lagerten südlich des Eises Sand und Kies ab, die Sander; Hohlformen verschütteter Toteisreste füllten sich mit Wasser und bilden heute Seen und Moore.
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