Dorfkirche Gägelow, Frühgotische Feldsteinkirche in Sternberg, Deutschland.
Die Dorfkirche Gägelow ist eine gotische Feldsteinkirche in Gägelow bei Sternberg. Ihre Mauern bestehen aus rauem grauem Feldstein, die hohen, schmalen Bogenfenster haben Backsteinrahmungen; links steht ein quadratischer Turm mit dunkler Spitze, rechts erhebt sich ein hoher Backsteingiebel mit schmalen Bogenfenstern und einem Backsteinkreuz. Das Langhaus trägt ein steiles rotes Ziegeldach, vorn links schließt ein niedrigeres rotes Ziegeldach an, davor liegt eine kleine Vorhalle mit rotem Ziegeldach. Der Chor wurde um 1260, das Langhaus um 1270 errichtet.
Urkundlich erstmals erwähnt wird die Kirche am 1. Januar 1270, als Bischof Hermann von Schwerin sie als Goghelow dem Archidiakonat des Kollegiatstiftes Bützow zuwies. Der Chor entstand um 1260, das Langhaus um 1270; ein Brand Mitte des 14. Jahrhunderts führte 1353 bis 1354 zur Erneuerung der Dachwerke von Chor und Langhaus, Brandspuren sind im Dachraum noch nachweisbar. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war der Turm eingestürzt, nur das unterste Teil stand noch; am 21. Februar 1858 wurde die restaurierte Kirche in Anwesenheit Großherzog Friedrich Franz II. feierlich eingeweiht.
Der Ortsname geht vermutlich auf das altslawische gogoli für Quäkente zurück, sodass Gägelow als „Entenort“ gedeutet wird; 1270 erscheint die Kirche als Goghelow in einer Urkunde Bischof Hermanns von Schwerin. Eine Ausmalung von 1684 brachte die sprichwörtliche Wendung „So bunt als die Gägelow’sche Kirche“ hervor.
Die Kirche gehört zur Kirchengemeinde Dabel im Kirchenkreis Sternberg der Nordkirche. Sie steht im Ortsteil Gägelow von Sternberg im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Der Bau ist eine Feldsteinkirche mit Backsteinrahmungen an den Fenstern und einem Westturm mit spitzem Helm; der Zugang führt über ein kleines Vorhäuschen mit rotem Ziegeldach.
Die 1684 ausgemalte Kirche gab der mecklenburgischen Redewendung „So bunt als die Gägelow’sche Kirche“ ihren Ursprung. Die Restaurierung von 1857 leitete der Schweriner Landbaumeister Voß, die Malerarbeiten führte Theodor Fischer aus, der auch im Schweriner Schloss und der Schlosskirche tätig war und beim Erbpächter Schmidt in Gägelow wohnte.
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