Archäologisches Freilichtmuseum Groß Raden, Archäologisches Freilichtmuseum in Groß Raden, Deutschland.
Das Archäologische Freilichtmuseum Groß Raden ist ein nachgebautes slawisches Dorf aus dem 9. Jahrhundert im Norden Deutschlands, das innerhalb eines kreisförmigen Walls am Ufer eines Sees liegt. Das Gelände umfasst mehrere rekonstruierte Wohnhäuser, Werkstätten und eine hölzerne Umzäunung, die zusammen das Bild einer befestigten Siedlung ergeben.
Zwischen 1973 und 1980 legten Ausgrabungen die Überreste einer slawischen Siedlung frei, die im 9. Jahrhundert von einer Gruppe bewohnt wurde, die heute den Obodriten zugerechnet wird. Die Funde lieferten die Grundlage für den Wiederaufbau der Gebäude und Anlagen, die heute auf dem Museumsgelände zu sehen sind.
Die nachgebauten Gebäude zeigen, wie slawische Gemeinschaften im frühen Mittelalter wohnten, arbeiteten und handwerklich tätig waren, mit Werkzeugen und Gegenständen, die noch an ihrem ursprünglichen Platz liegen. Wer durch das Gelände geht, bekommt einen direkten Eindruck davon, wie Alltagsleben und Handwerk räumlich organisiert waren.
Das Museum ist saisonal geöffnet, wobei die Hauptsaison im Frühjahr und Sommer liegt und die Öffnungszeiten im Winter eingeschränkt sind. Das Gelände ist bequem zu Fuß zu erkunden, da die Wege gut angelegt sind und keine besonderen Vorkenntnisse notwendig sind.
Auf einer kleinen Insel im angrenzenden See steht eine nachgebaute slawische Kultstätte, die über eine Holzbrücke vom Hauptgelände aus erreichbar ist. Diese räumliche Trennung spiegelt wider, wie religiöse Orte in mittelalterlichen Gemeinschaften bewusst vom Alltag abgegrenzt wurden.
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