Kreuzkirche Joachimsthal, Neugotische Kirche in Joachimsthal, Deutschland.
Die Heilig-Kreuz-Kirche ist ein verputzter klassizistischer Saalbau, der 1735 bis 1738 nach Plänen des Bauinspektors Eichler errichtet und nach dem Stadtbrand von 1814 durch Karl Friedrich Schinkel neugotisch überformt wurde. Die hellbeige Fassade zeigt zwei achteckige Türme mit spitzbogigen Schallöffnungen und Spitzen, eine Uhr mit blauem Zifferblatt und goldenen römischen Ziffern, ein Rundfenster mit Gitter und ein spitzbogiges Portal. Im Inneren säumen sechs zylindrische Säulen mit vergoldeten Kapitellen einen Saal mit weißen Wänden und roter Decke.
Die Kirche wurde 1735 bis 1738 nach Plänen des brandenburgischen Bauinspektors Eichler errichtet und ersetzte eine barocke Fachwerkkirche von 1609. Ein 1740 vor die Südseite gesetzter Turm gab ihr den kreuzförmigen Grundriss, nach dem sie benannt ist. Nach dem Stadtbrand vom 20. April 1814 leitete Karl Friedrich Schinkel von 1817 bis 1820 den Wiederaufbau in neugotischer Form; der Turm wich einem Glockengiebel zwischen zwei Ecktürmchen.
Der Name Kreuzkirche verweist auf den kreuzförmigen Grundriss, den die Kirche 1740 durch den Turm an der Südseite erhielt. Seit 1969/70 dient der Nordarm als Winterkirche und der Südarm als Sakristei, weshalb der Kirchenraum nach Osten ausgerichtet ist. Die evangelische Kirchengemeinde nutzt das Bauwerk bis heute.
Die Kirche steht am Hauptplatz von Joachimsthal, ihre Südseite zur Straße gewandt; der Eingang liegt im spitzbogigen Portal unter dem Rundfenster. Im Inneren führt ein roter Läufer den Mittelgang zwischen zwei Reihen von je drei Säulen zum erhöhten, über Stufen erreichbaren Chor. 1969/70 wurde der Raum nach Osten ausgerichtet, wobei der Nordarm des Querbaus Winterkirche und der Südarm Sakristei wurde.
Ihren Namen und den kreuzförmigen Grundriss verdankt die Kirche einem 1740 vor die Mitte der Südseite gesetzten Turm, der den ursprünglichen Hallenquerbau zum Kreuzbau machte. Schinkels Wiederherstellung 1817–1820 ersetzte diesen Turm durch den Glockengiebel zwischen zwei Ecktürmchen, der heute zu sehen ist.
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