Frank-Loebsches Haus, Kulturdenkmal in Landau in der Pfalz, Deutschland
Frank-Loebsches Haus ist ein Kulturdenkmal in Landau mit drei Geschossen, Arkadengang und einem Renaissance-Treppenturm an der Kaufhausgasse 9. Das Gebäude beherbergt Ausstellungsräume zur jüdischen Geschichte sowie Büros akademischer Einrichtungen in seinen Räumen.
Das Haus wurde vermutlich zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert errichtet und war lange in Privatbesitz, zuletzt bei einer Wirtsfamilie, die hier die „Wirtschaft zur Blum[e]“ betrieb. 1870 erwarb Zacharias Frank, der Urgroßvater Anne Franks, das Gebäude als Wohnhaus. In der NS-Zeit wurde die Familie Frank-Loeb enteignet und das Haus in der Kaufhausgasse als Judenhaus genutzt; 1987 kaufte es die Stadt, die es seither für Kunst und Ausstellungen verwendet.
Das Haus trägt den Namen der jüdischen Familie Frank-Loeb und gilt in Landau als Inbegriff der jüdischen Kultur vor der NS-Zeit. Seit 1987 nutzt die Stadt es für Kunstausstellungen; außerdem sitzt hier das 1997 gegründete Frank-Loeb-Institut, das öffentliche Gesprächsreihen wie die Hambacher Gespräche und die Landauer Akademiegespräche mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Justiz veranstaltet.
Das Gebäude liegt zentral an der Kaufhausgasse und ist leicht zu Fuß vom historischen Zentrum aus erreichbar. Besucher sollten beachten, dass die oberen Geschosse Ausstellungsräume beherbergen und Treppen zum Erkunden notwendig sind.
Das 1997 gegründete Frank-Loeb-Institut vergibt seit 2009 eine Gastprofessur, die Alfred Grosser (2009), Klaus Töpfer (2010) und Martin Schulz (2024) innehatten. Zu den Hambacher Gesprächen und Landauer Akademiegesprächen kommen Gäste wie Peter Altmaier und Margot Käßmann ins Haus. Gründungsdirektor war Ulrich Sarcinelli, geleitet wird es heute von Manuela Glaab.
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