Festung Landau, Polygonale Festung in Landau in der Pfalz, Deutschland
Die Festung Landau war eine polygonale Bastionsfestung, die zwischen 1688 und 1691 errichtet wurde. Ihr Grundriss war ein langgestrecktes Achteck mit sieben Bastionen und einem Reduit, umgeben von einem wassergefüllten Graben, der von der Queich gespeist wurde, und einem Kronwerk auf dem nordwestlichen Hügel. Die meisten erhaltenen Anlagen liegen unterhalb des Straßenniveaus, darunter Schleusen, Mauern entlang der Flussläufe und die 3,3 km langen Mauern des 1702 erbauten Forts.
Der französische Ingenieur Sébastien Le Prestre de Vauban entwarf und erbaute die Festung zwischen 1688 und 1691 als Teil von Ludwig XIV. Verteidigungsstrategie. Die Anlage war damit ein Beispiel für die fortgeschrittene Befestigungstechnik seiner Zeit.
Die beiden erhaltenen Tore, Deutsches Tor und Französisches Tor, blieben auf Initiative Wilhelm Schechs stehen, der ab 1886 Stadtbaumeister von Landau war, als die Festung 1871 geschleift wurde. Die Queich durchfließt noch heute Landau, jener Fluss, der die Gräben speiste und zwei Drittel der Zitadelle überfluten konnte.
Das Französisches Tor beherbergt heute ein Restaurant, in dem Besucher in einer Umgebung von historischer Militärarchitektur speisen können. Der Ort ist zu Fuß leicht zu erreichen und die Außenanlage kann frei erkundet werden.
Die Festungsmauern wurden teilweise aus Steinen eines mittelalterlichen Schlosses erbaut, das einst in der nordwestlichen Ecke des Stadtzentrums von Landau stand. Diese wiederverwendeten Materialien tragen damit Zeugnisse aus zwei verschiedenen Epochen der Stadtgeschichte in sich.
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