Eichener See, Periodischer Karstsee bei Eichen, Deutschland
Der Eichener See ist ein temporärer Binnensee in einer Dolinen-Depression bei Schopfheim, der durch das Aufquellen von Grundwasser gebildet wird. Das Becken weist unterschiedliche Wassertiefen auf und wird von sanften Hängen umgeben.
Der See wurde erstmals 1782 von Heinrich Sander wissenschaftlich dokumentiert und weckte daraufhin das Interesse der akademischen Gemeinschaft. Seine Natur als temporärer See, der je nach Grundwasserspiegel erscheint und verschwindet, macht ihn zu einem bemerkenswerten Phänomen der lokalen Geologie.
Der See wird von Einheimischen als Ort der Naturbeobachtung geschätzt, wo sich Spaziergänger und Familien in den Monaten treffen, wenn Wasser vorhanden ist. Die Umgebung zieht besonders Naturfreunde an, die die Dynamik dieser temporären Landschaft erleben möchten.
Das Gebiet ist über die Buslinie 7335 von Schopfheim aus erreichbar, die in Richtung Wehr oder Bad Säckingen fährt. Besucher sollten bedenken, dass der See je nach Jahreszeit und Grundwasserspiegel trocken oder mit Wasser gefüllt sein kann, daher ist eine vorherige Überprüfung sinnvoll.
Das Wasser beherbergt die Tanymastix lacunae, eine seltene Krebsart, die 1911 entdeckt wurde und sonst nirgendwo im Land vorkommt. Diese winzigen Organismen überdauern die trockenen Perioden in Form von widerstandsfähigen Eiern, die in den Sedimenten des Seebodens ruhen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.