Erdmannshöhle, Schauhöhle in Hasel, Deutschland.
Die Erdmannshöhle ist eine Schauhöhle in Hasel im südlichen Schwarzwald in Deutschland. Die Höhle besteht aus mehreren Gängen und Kammern, in denen Tropfsteine, unterirdische Seen und enge Durchgänge zu sehen sind.
Die erste schriftliche Erwähnung der Höhle steht in einer Gemarkungsbeschreibung aus der Mitte der 1750er Jahre, die sie als „Erdmännleins Grub“ verzeichnet. Im Mai 1851 besuchte der Dichter Joseph Victor von Scheffel die Höhle und berichtete in einem Brief an seine Schwester von dem Ausflug; später nahm er sie als zehntes Stück, Jung Werner in der Erdmannshöhle, in sein Versepos Der Trompeter von Säkkingen auf.
Der Name der Höhle geht auf die Erdmännlein der Sage zurück, fleißige und hilfsbereite „Männlein der Erde“. Als Vorbild gelten kleine, vermummte venetianische Prospektoren, die im Schwarzwald nach Rohstoffen für die Glasherstellung suchten und jeden Kontakt mieden. Joseph Victor von Scheffel setzte der Höhle in seinem Werk Der Trompeter von Säkkingen das zehnte Stück „Jung Werner in der Erdmannshöhle“; im Mai 1851 hatte er sie selbst besucht.
Die Höhle wird im Rahmen von Führungen besucht, die in regelmäßigen Abständen stattfinden. Im Inneren herrscht das ganze Jahr über eine konstant kühle Temperatur, daher empfiehlt sich eine Jacke.
Der größte Tropfstein der Höhle, über 4 Meter hoch und am Fuß 2 Meter dick, steht im Guinness-Buch der Rekorde; sein Alter wird auf rund 135.000 Jahre geschätzt, früher hielt man ihn für über eine Million Jahre alt.
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