Schultheis-Weiher, Natursee und Erholungsgebiet in Offenbach am Main, Deutschland.
Der Schultheisweiher ist ein 10,4 Hektar großer See im Mainbogen zwischen Offenbach-Bürgel und Offenbach-Rumpenheim, der 1928 von der Firma Schultheis als Kiesgrube ausgehoben wurde. Die südliche Hälfte dient Badenden, Modellbootfahrern und Anglern, die nördliche Hälfte ist ein gesperrtes Biotop für seltene Vögel. Am Westufer liegen eine große Liegewiese mit kleinem FKK-Bereich, Duschen und sanitäre Anlagen.
1928 hob die Firma Schultheis die Kiesgrube aus; in den 1960er Jahren endete der Kiesabbau, danach wurde das Gelände teilweise mit Müll verfüllt, bis die Behörden dies 1975 untersagten. Ende der 1970er Jahre übergab die Firma Cassella das Gebiet an den Umlandverband Frankfurt, der es in ein Naherholungsgebiet umwandelte. Die umliegenden Rumpenheimer und Bürgeler Kiesgruben wurden am 23. März 1983 zum Naturschutzgebiet erklärt.
Der Schultheisweiher ist besonders bei Familien und Jugendlichen aus Offenbach beliebt, die das Ufer zum Picknicken und Sonnenbaden nutzen. An warmen Sommertagen treffen sich hier viele Menschen aus den umliegenden Stadtteilen.
Direkt am See gibt es keine Parkplätze; Fahrzeuge dürfen nur kurz bis kurz vor den Weiher fahren, um zu halten und be- oder zu entladen. Während der Badesaison von Mai bis September besteht von 10:00 bis 20:00 Uhr Badeaufsicht, außerhalb dieser Zeit ist das Baden untersagt. Fußgänger und Radfahrer aus Frankfurt-Fechenheim erreichen das Gebiet über den Arthur-von-Weinberg-Steg.
Im Jahr 2022 wurde am See eine automatische Phosphatentfernungsanlage eingebaut, die das ökologische Gleichgewicht des Wassers erhält. Solche Anlagen sind an innerstädtischen Badeseen in Deutschland noch selten.
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