Heim Neu-Isenburg, Mädchenwohnheim in Neu-Isenburg, Deutschland
Das Heim Neu-Isenburg ist ein Gebäude mit zwei separaten Strukturen, das Wohnraum, Unterrichtsräume und Unterstützungseinrichtungen für jüdische Mädchen und alleinerziehende Frauen bot. Die Anlage wurde so gestaltet, dass sie Bildung und tägliche Betreuung an einem Ort ermöglichte.
Die Einrichtung wurde 1907 von Bertha Pappenheim gegründet und bot Zuflucht für über 100 jüdische Mädchen und Frauen aus Osteuropa. Im November 1938 wurde es durch Gewalt angegriffen und schließlich 1942 geschlossen.
Das Heim war ein Ort, an dem jüdische Mädchen und alleinerziehende Mütter zusammenleben konnten und praktische Fähigkeiten erwarben. Es vermittelte ihnen Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft.
Das Gelände ist heute Teil des Hessischen Zentrums für Politische Bildung und beherbergt Kindergarten- und Kriippenbereiche. Besucher sollten mit längeren Gehstrecken zwischen den beiden Strukturen rechnen und je nach Jahreszeit unterschiedliche Bedingungen erwarten.
Während eines Pogroms im November 1938 setzten Angreifer das erste Haus in Brand und beschädigten das zweite, wobei die Bewohner in eisiger Kälte fliehen mussten. Dieses Ereignis dokumentiert den direkten Übergriff auf ein Schutzheim, das speziell für vulnerable Frauen gebaut worden war.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.