Sender Hesselberg, Sendeturm in Gerolfingen, Deutschland.
Der Sender Hesselberg ist eine Kommunikationsanlage bei Gerolfingen, die Rundfunk-, Fernseh- und Mobilfunksignale ausstrahlt. Die Konstruktion verbindet einen stählernen Gittermast mit zusätzlichen Abspannseilen, die ihm Stabilität geben.
Das heutige Sendergebäude wurde von 1968 bis 1970 errichtet, 1970 gingen die analogen Fernsehsender in Betrieb. 1993 erhielt der Turm einen neuen, fünf Tonnen schweren GfK-Zylinder mit neuen TV-Sendeantennen; die Kosten des Gesamtumbaus betrugen 2,1 Mio. DM. Bis zur Umstellung auf DVB-T am 25. November 2008 wurde analoges Fernsehen ausgestrahlt.
Funkamateure betreiben auf dem Hesselberg eine Relaisstation für Sprechfunk, Packet Radio und ATV auf 439 MHz, 1240 MHz, 2400 MHz und 10,2 GHz, genehmigt mit 15 W ERP. Gespeist wird sie ausschließlich aus Solarzellen und Windkraft, sodass sie auch bei völligem Ausfall der öffentlichen Stromversorgung funkt, was sie nach der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Energiedebatte in Amateurfunkkreisen zum Vorzeigeprojekt macht. Seit 14. Januar 2014 läuft im Hesselberghaus zudem die APRS-Station DB0EBZ.
Der Sender steht in der offenen Landschaft von Franken und ist von weitem sichtbar. Besucher sollten beachten, dass es sich um eine funktionierende Anlage handelt und daher nicht betreten werden kann.
Die Anlage nutzt Solarmodule und Windkraft, um die Funkgeräte auch bei Stromausfällen in Betrieb zu halten. Diese unabhängige Energieversorgung macht den Sender besonders zuverlässig für Notfallkommunikation.
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