Emmauskirche, Neuromanische Kirche in Kreuzberg, Deutschland
Die Emmauskirche ist eine Backsteinkirche am Lausitzer Platz in Kreuzberg, erbaut 1890–1893 nach Plänen von August Orth. Ihr 74 Meter hoher Turm mit Uhr und schlanker Spitze überstand den Krieg; das 1957–1959 wiedererrichtete Kirchenschiff ist ein eigener Saal, der über eine Galerie mit dem Turm verbunden ist. Im Inneren wurde eine niederländische Pfeifenorgel von 1960 in den Jahren 2002–2004 um elektronische Register erweitert.
August Orth entwarf die Kirche, die von 1890 bis 1893 am Lausitzer Platz errichtet wurde. Ihr Schiff bot 2400 Sitzplätze, mehr als der Berliner Dom. Nach dem Luftangriff im Februar 1945 wurde das ausgebrannte Schiff ab 1949 abgetragen; nur der Turm mit Paul Mohns Portalmosaik blieb erhalten. Ein kleineres Schiff für 500 Personen wurde am 6. Dezember 1959 eingeweiht.
Der Name verweist auf das Lukasevangelium: Zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus bitten den auferstandenen Christus zu bleiben, da es Abend wird. Ein Mosaik von Paul Mohn über dem Portal zeigt die Szene mit dem Spruch „Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden“. Seit September 2001 findet am ersten Sonntag jedes Monats der ökumenische Gottesdienst der Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche statt.
Besucher sollten beachten, dass die Kirche für verschiedene Veranstaltungen genutzt wird und die Öffnungszeiten variieren können. Das Gebäude ist relativ zentral gelegen und gut zugänglich, bietet aber begrenzte Parkplätze in der Umgebung.
Der 1990 bis 1995 nach Plänen Wulf Eichstädts umgebaute Turm beherbergt Gemeindebüros und eine Pfarrdienstwohnung; in benachbarten achteckigen Glockenstuben hängen drei Gussstahlglocken des Bochumer Vereins. Über dem Eingangsportal ist Paul Mohns Mosaik mit Christus und den Emmaus-Jüngern erhalten, dazu der Spruch „Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden“.
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