Schloss Ortenburg, Denkmalgeschütztes Schloss in Ortenburg, Deutschland
Schloss Ortenburg ist ein Renaissanceschloss in der niederbayerischen Gemeinde Ortenburg, das auf einem Hügel über dem Ort thront und einen zentralen Innenhof umschließt. Die Anlage verfügt über mehrere Räume mit originaler Ausstattung, darunter Holzdecken, historische Möbel und Sammlungen zur regionalen Geschichte.
Graf Joachim von Ortenburg ließ das Schloss ab 1562 errichten und schuf damit eine protestantische Enklave inmitten des katholischen Bayern. Das Grafengeschlecht der Ortenburger hatte die Region bereits seit dem Mittelalter dominiert, bevor das Schloss in seiner heutigen Form entstand.
Das Schloss gilt als eines der wenigen erhaltenen Renaissanceschlösser Bayerns, die noch heute in privatem Besitz einer Adelsfamilie sind. Besucher können bei einer Führung originale Ausstattungsstücke aus verschiedenen Jahrhunderten sehen, die das Gebäude bis heute bewohnbar halten.
Das Schloss ist nur im Rahmen von Führungen zugänglich, daher lohnt es sich, vorher mit dem Museum Kontakt aufzunehmen, um einen Termin zu vereinbaren. Der Hügel, auf dem das Gebäude steht, erfordert etwas Gehvermögen, da der Zugang über einen ansteigenden Weg erfolgt.
Das Schloss liegt auf dem Gebiet der ehemaligen Grafschaft Ortenburg, die als eine der letzten Reichsgrafschaften Bayerns eine direkte Unterstellung unter den Kaiser genoss und damit weitgehend unabhängig vom bayerischen Herzog war. Diese rechtliche Sonderstellung ermöglichte es dem Grafen, die Reformation im 16. Jahrhundert einzuführen, während das umliegende Bayern katholisch blieb.
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