Meyer’sche Häuser, Kulturdenkmal im Stadtteil Kleinzschocher, Leipzig, Deutschland.
Die Meyer'schen Häuser sind eine Wohnanlage im Leipziger Stadtteil Kleinzschocher, die aus mehreren Gebäuden um einen gemeinsamen Grünbereich herum besteht. Die Bauten unterscheiden sich in ihrer Form und Größe, und ein Kindergarten an der Hermann-Meyer-Straße gehört ebenfalls zum Ensemble.
Der Verleger Herrmann Julius Meyer gründete den Verein zur Erbauung billiger Wohnungen und stattete ihn mit zwei Millionen Mark aus; 1900 wurde daraus die Stiftung Meyer'sche Häuser. Der Architekt Max Pommer entwarf vier Anlagen, die zwischen 1888 und 1937 entstanden, von Lindenau bis Kleinzschocher, wo der Bau 1907 begann und sich durch Krieg und Krise bis 1937 verzögerte.
Die Anlage trägt den Namen des Verlegers Hermann Julius Meyer, der sie für seine Mitarbeiter bauen ließ. Im zentralen Grünbereich treffen sich heute Bewohner zum Spazierengehen oder einfach zum Verweilen im Freien.
Die Anlage liegt im Stadtgebiet von Leipzig und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Am besten erkundet man sie zu Fuß, da der zentrale Grünbereich und die verschiedenen Gebäude nur beim Durchqueren des Geländes gut wahrnehmbar sind.
1905 bat Margarethe Krupp im Stadtarchiv Leipzig um Informationsmaterial zur Meyerschen Stiftung; sie erhielt es und gründete ein Jahr später die Margarethe-Krupp-Stiftung in Essen, heute mit 3.100 Wohnungen die größte Wohnungsstiftung Deutschlands. 2017 war die Anlage in Kleinzschocher Teil der Kurzfilmwanderung Leipzig.
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