Erlkönig, Kulturdenkmal in Jena, Deutschland
Der Erlkönig in Jena ist ein Steinmonument in der Saaleaue vor einer Felswand am Weg von Wenigenjena nach Kunitz. Es zeigt einen überlebensgroßen alten Mann mit langem Bart und Gewand, dessen Hand sich über einen darunterliegenden Teich ausstreckt; ein einst in der rechten Hand gehaltenes Schwert wurde bei einer Sanierung wieder angebracht, später jedoch von Unbekannten entfernt oder zerstört.
Ursprünglich schuf Theodor Wolff das Standbild als Holzskulptur. 1891 ließ Wolf von Tümpling, Besitzer von Schloss Thalstein, es durch eine Steinfigur von Wilhelm Otto Späte ersetzen. Die überlebensgroße Figur steht vor einer Felswand in der Saaleaue am Weg von Wenigenjena nach Kunitz. Am 27. April 1990 wurde das 0,6 ha große Gelände als Flächennaturdenkmal unter Schutz gestellt.
Das Denkmal stellt die übernatürliche Gestalt aus Goethes Ballade dar und bezieht sich auf Themen von Natur und Sterblichkeit in der deutschen Literatur. Die Figur am Wegesrand erinnert Besucher an diese klassische poetische Geschichte, die in der deutschen Kultur tief verwurzelt ist.
Das Denkmal ist leicht zugänglich, da es direkt am beliebten Saale-Radweg liegt und mit dem Fahrrad gut zu erreichen ist. Die erklärende Tafel gibt Besuchern wichtige Informationen vor Ort, sodass kein zusätzliches Wissen nötig ist.
Lokale Geschichten verbinden den Ort mit Goethes Inspiration und behaupten, dass der Dichter die Geschichte von einem Bauer in der nahe gelegenen Grünen Tanne erfahren habe. Diese Verbindung zwischen dem Denkmal und Goethes persönlichem Erlebnis macht den Ort für Literaturinteressierte besonders bedeutsam.
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