Großfunkstelle Nauen, Funkübertragungsanlage in Nauen, Deutschland.
Die Nauen Transmitterstation ist eine Radiosendeanlage in der brandenburgischen Gemeinde Nauen mit mehreren stählernen Gittermasten und Funktionsgebäuden auf etwa 40 Hektar Land. Das Gelände erstreckt sich über die Flachlandschaft und beherbergt sowohl historische als auch moderne Sendeanlagen.
Telefunken gründete diese Sendestation 1906 als erste operative Langwellenfunkanlage, um Deutschland mit entfernten Gebieten zu verbinden. Die Anlage spielte später eine wichtige Rolle in der internationalen Funkkommunikation und wurde entsprechend ausgebaut.
Das Transmittergebäude von 1920 zeigt die Handschrift des Architekten Hermann Muthesius und spiegelt die frühen Designprinzipien der Radioarchitektur wider. Man kann heute noch sehen, wie die Gebäude und Masten bewusst in die flache Landschaft Brandenburgs eingepasst wurden.
Der Ort befindet sich auf offenem Land außerhalb der Stadt Nauen und ist von der Straße aus sichtbar, obwohl der direkte Zugang zum Gelände begrenzt ist. Am besten lässt sich die Anlage von außen betrachten oder durch organisierte Führungen erkunden, die zeitweise angeboten werden.
Während des Ersten Weltkriegs erreichte die Anlage mit einem 25-Kilowatt-Funkensender und einer Schirmantenne Reichweiten von etwa 3.500 Kilometern. Diese Leistung war damals revolutionär und machte die Station zu einer der weltweit wichtigsten Kommunikationsanlagen ihrer Zeit.
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