Orangerie Wernigerode, Kulturdenkmal im Lustgarten, Wernigerode, Deutschland.
Die Orangerie Wernigerode ist ein Steingebäude aus lokalem Rogenstein mit großen Fenstern, das ursprünglich zum Überwintern von Orangenbäumen und anderen subtropischen Pflanzen gebaut wurde. Das Gebäude hat mehrere Stockwerke und präsentiert sich als solides, zweckmäßiges Bauwerk mit charakteristischen Fensterreihen für optimalen Lichteinfall.
Das Gebäude wurde 1728 von Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode in Auftrag gegeben, um empfindliche südländische Pflanzen vor der Kälte zu schützen. Nach seinem ursprünglichen Zweck entwickelte es sich zu einem Kulturzentrum und diente später dem Staat als Archiv.
Das Gebäude war lange Zeit ein Ort der Musik und Bildung, wo Konzerte stattfanden und eine große Büchersammlung aufbewahrt wurde. Es spielte eine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Stadt und zog Menschen an, die sich für Literatur und Künste interessierten.
Der Zugang zum Gelände ist über den Lustgarten möglich, wo das Gebäude zwischen anderen historischen Strukturen liegt und leicht zu Fuß erreichbar ist. Besucher sollten beachten, dass das Gebäude heute administrativ genutzt wird und nicht immer vollständig für Besichtigungen zugänglich ist.
Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten sowjetische Besatzungstruppen die Bibliothek mit etwa 100.000 Bänden und transportierten sie in die Sowjetunion ab. Diese Entfernung einer bedeutenden Sammlung bleibt ein markantes Kapitel in der jüngeren Geschichte des Gebäudes.
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