Reißinsel, Naturschutzgebiet auf Rheininsel in Mannheim, Deutschland.
Die Reißinsel ist ein Naturschutzgebiet auf einer Rheininsel südlich von Mannheim, das einen Auenwald mit Silberweiden, Eichen, Eschen und Hainbuchen schützt. Die Bäume wachsen in verschiedenen Schichten, die je nach Wasserstand und Bodenbeschaffenheit unterschiedliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen bilden.
Carl Reiß erwarb die Halbinsel 1881 ursprünglich, um dort Ton abzubauen. Nach dem Ende der Abbauarbeiten überließ er das Gelände der Stadt Mannheim als Erholungsfläche, die schließlich unter Naturschutz gestellt wurde.
Die Reißinsel trägt ihren Namen nach Carl Reiß, dem Industriellen, der das Gelände der Stadt schenkte. Spaziergänger können entlang der Wege beobachten, wie der Rhein die Landschaft durch saisonale Überschwemmungen immer wieder neu formt.
Ein Rundweg führt durch den Wald und eignet sich für einen ruhigen Spaziergang, jedoch ist das Betreten zwischen März und Juni wegen der Brutzeit der Vögel eingeschränkt. Der Waldboden kann feucht und schlammig sein, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Der nördliche Teil der Insel hat den Status eines Bannwalds, was bedeutet, dass jede forstliche Eingriffe verboten sind und der Wald sich vollständig selbst überlassen bleibt. In diesem Bereich fallen Totholz und umgestürzte Bäume einfach dort, wo sie fallen, und bilden Lebensräume, die anderswo kaum noch zu finden sind.
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