Kammerschleuse, ehemalige Schleuse am Hafen von Ludwigshafen am Rhein
Die Kammerschleuse ist eine Schleuse am Rhein in Ludwigshafen, die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Sie bestand aus einer Schleusenkammer mit Toren, die den Wasserdurchfluss zum Hafen regulierte, wobei ein Sandsteinturm mit vier nach allen Seiten ausgerichteten Wasserpegeln die Höhe kontrollierte.
Die Schleuse wurde zwischen 1894 und 1897 als Teil des Luitpoldhafenprojekts erbaut, um Schiffsverkehr und Handel zu verbessern. In den 1960er Jahren wurde sie stillgelegt und später teilweise abgerissen, wobei nur der Turm und Reste der Schleusenkammer erhalten blieben.
Der Name Kammerschleuse bezieht sich auf die Schleusenkammer, die Schiffe zwischen unterschiedlichen Wasserpegeln hob und senkte. Der Ort ist heute ein Zeichen für die Bedeutung des Hafens in der Stadtgeschichte und wie Menschen den Rhein für Handel und Verkehr nutzten.
Der Standort ist leicht zu erreichen und liegt neben der Hannelore-Kohl-Promenade, einem Spazierweg entlang des Rheins. Die Schleuse kann von außen besichtigt werden, während der Turm eingezäunt ist und nur bei besonderen Veranstaltungen zugänglich ist.
Der Turm besitzt vier große Uhren auf allen Seiten, die eigentlich nicht die Zeit anzeigen, sondern den Wasserstand des Rheins gemessen haben. Ein besonderes Merkmal war das System der Pegelspringer, Arbeiter, die die Wasserstände vom Turm zum Hafen liefen, um Schiffe sicher zu navigieren.
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