Nonnenfelsen, Sandsteingipfel in Görlitz, Deutschland.
Nonnenfelsen ist ein Sandsteingipfel im Zittauer Gebirge nahe Jonsdorf, der sich durch mehrere markante Felstürme auszeichnet. Die Felsen erheben sich über die umliegenden Wälder und zeigen die für das sächsisch-böhmische Grenzgebiet typischen senkrechten Sandsteinwände.
Johann Friedrich Seidel, ein Jonsdorfer Kammstricker, begann 1846, die Gipfel der Nonnenfelsen mit Brücken, Stufen und Hinweistafeln zugänglich zu machen. Karl Gotthelf Buttig setzte ab 1858 die Erschließung fort und errichtete eine Gipfelbaude, die 1859 genehmigt und zu Pfingsten 1860 eröffnet wurde. König Friedrich August besuchte den Aussichtspunkt am 13. August 1850, König Albert 1888; Gedenktafeln erinnern an beide Ereignisse. Nach einem Brand 1902 wurde die Baude in ihrer heutigen Form neu errichtet.
Der Name Nonnenfelsen geht auf Felstürme zurück, in denen man Nonnen mit Schleier und Habit zu erkennen glaubte; Christian August Pescheck schrieb 1791 von „zwey Nonnen dicht nebeneinander mit Schleyer und Habit“. Eine Sage erzählt von zwei jungen Nonnen, die ihren Schwur brachen, der irdischen Liebe nachgaben und zur Strafe in Stein verwandelt wurden. In den Fels gehauene Inschriften erinnern an die Besuche der sächsischen Könige Friedrich August II. am 13. August 1850 und Albert I. am 2. Mai 1888.
Der Nonnenfelsen ist von Jonsdorf aus über mehrere Wanderwege erreichbar, wobei die Rundwege rund um den Kurort auch für weniger geübte Wanderer geeignet sind. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Wege in der Nähe der Felsen uneben und bei Nässe rutschig sein können.
Obwohl der Nonnenfelsen im kleinen Zittauer Gebirge liegt, gehört er geologisch zur gleichen Sandsteinformation wie die weit bekanntere Sächsische Schweiz. Diese Verwandtschaft ist von der Felsstruktur her gut zu erkennen, auch wenn die Umgebung hier viel ruhiger und weniger besucht ist.
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