Evangelische Kirche Herdecke, Evangelische Kirche in Herdecke, Deutschland.
Die Ev. Pfarrkirche Herdecke ist eine protestantische Kirche mit einem charakteristischen neoromanischen Westturm aus den Jahren 1902 bis 1903. Das Gebäude wurde aus Ruhrsandstein errichtet und beherbergt fünf Bronzeglocken, die 2004 installiert wurden.
Die Kirche geht auf ein Benediktinerkloster zurück, das um 810 oder 819 gegründet wurde und 1214 erstmals urkundlich erwähnt ist. Das heutige Kirchengebäude wurde in den frühen 1900er Jahren errichtet und ersetzt damit die älteren Bauten an diesem Ort.
Die Kirche trägt den Namen des ehemaligen Stifts: Der Ort erscheint um 1183/87 erstmals als „Herreke“, und das Stift stand ab 1240 unter dem Patrozinium der Gottesmutter Maria. Seit 1666 war es Simultanstift, jede vierte Äbtissin war katholisch, ein Viertel der Finanzierung ging an die katholischen Stiftsdamen. Gottesdienste, Konzerte und Veranstaltungen finden nur selten statt, für Pilger und Touristen sind die Türen fast immer geschlossen.
Die Kirche ist für Pilger und Touristen meist verschlossen; Gottesdienste, Konzerte und Veranstaltungen finden nur selten statt. Die alten Eisenglocken stehen im Freien auf dem Boden hinter der zentralen Apsis, und im Nordwesten des Geländes reiht sich eine Folge historischer Grabsteine.
Archäologische Grabungen zwischen 1937 und 1939 deckten mehrere Bauphasen des früheren Klosters auf, doch die genaue Entstehungszeit der ursprünglichen Strukturen blieb ungeklärt. Die Funde zeigen, dass das Gelände über Jahrhunderte hinweg immer wieder verändert und erneuert wurde.
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