St. Jacobikirche, Lutherische Kirche in Neuende, Wilhelmshaven, Deutschland.
Die St.-Jakobi-Kirche steht auf einer 3 m hohen Wurt in der Küstenmarsch, heute mitten im Siedlungsgebiet von Wilhelmshaven-Neuende. Ihr romanischer Chor aus Granitquadern, dessen Apsis zur Hälfte aus Ziegelmauerwerk besteht, ist der älteste erhaltene Teil; das Backsteinschiff des 14. Jahrhunderts hat Rundbogen- und sieben Spitzbogenfenster, der spätgotische Turm wurde im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts am Westende angefügt.
Der romanische Chor aus Granitquadern, dessen Apsis zur Hälfte aus Ziegelmauerwerk besteht, entstand im frühen 13. Jahrhundert und ist der letzte Rest des ersten Kirchengebäudes, das möglicherweise bei der Zweiten Marcellusflut 1362 zerstört wurde. Das Backsteinschiff folgte im 14. Jahrhundert, der spätgotische Turm wurde im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts an dessen Westende angefügt. Spuren des ersten Schiffs wurden bei Untersuchungen 1973/1974 nachgewiesen.
Päpstliche Urkunden nennen sie „capella sancti Jacobi zu Insmerhave“, später „zu Nieyennede“, was das Kirchspiel an Jakobus bindet. Die Kanzel von 1647 aus Eichenholz mit Schalldeckel, Laufgang und Portal wird Onno Dircksen zugeschrieben, einem früheren Gesellen der Werkstatt Ludwig Münstermanns; die Jahreszahl ANNO 1647 ist an der Unterseite des Postaments unter der Figur des Auferstandenen eingeschnitten.
Besucher sollten prüfen, ob Besichtigungen möglich sind, da die Nutzung der Kirche variabel ist. Für detaillierte Informationen lohnt sich der Kontakt mit der Gemeinde.
Im Turm hängen zwei Bronzeglocken der Glockengießerei Otto aus Hemelingen bei Bremen, 1969 gegossen, mit den Schlagtönen f' und as'; der Platz für eine dritte Glocke ist noch frei. Frühere Glocken gingen verloren, zersprangen oder mussten in Kriegszeiten abgegeben werden. Rund um die Kirche liegen auf dem alten Kirchhof gut erhaltene historische Grabstelen und Grabkeller.
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