Festung Germersheim, Militärfestung in Germersheim, Deutschland.
Festung Germersheim ist eine Militärfestung, die die Stadt am Rhein umgibt und aus mehreren verbundenen Befestigungsanlagen besteht. Die Anlage bewahrt Kasernen, unterirdische Gänge, Geschützstellungen und dicke Schutzwälle, die den Fluss überblicken.
Der bayerische König Ludwig I. beauftragte den Bau dieser Festung ab 1834, um die Grenze gegen Frankreich zu sichern. Das Projekt dauerte etwa 27 Jahre und war eine der größten Militäranlagen des 19. Jahrhunderts in der Region.
Die Festung war keine Bundesfestung: Der Deutsche Bund finanzierte sie, erbaut und unterhalten wurde sie von Bayern. Ihr Name lebt im Weißenburger Tor weiter, über dessen Eingang das Wappen Ludwigs I. von Wittelsbach und die Jahreszahl MDCCCXXXIX (1839) stehen. Ab 1878 lag hier das Königlich Bayerische 17. Infanterie-Regiment „Orff“.
Der Großteil der Wälle wurde zwischen 1920 und 1922 aufgrund des Vertrags von Versailles geschleift; erhalten sind nur einzelne Teile: das Weißenburger Tor und weitere Torbauten sowie verstreute Gebäude in der Stadt. Planen Sie eine Route zwischen diesen getrennten Stellen, statt einen durchgehenden Wallrundgang zu erwarten. Über dem Eingang des Weißenburger Tors stehen das Wappen Ludwigs I. und die Jahreszahl MDCCCXXXIX (1839).
Die Festung war keine Bundesfestung, wie oft behauptet wird: Der Deutsche Bund finanzierte sie, erbaut wurde sie jedoch als königlich-bayerische Festung. Die Bauzeit von 1834 bis 1855 bzw. 1861 schuf Arbeitsplätze, doch später bremsten die Wälle die Stadtentwicklung und verhinderten die Ansiedlung von Industrie. Seit 1878 lag hier das kgl. bay. 17. Infanterie-Regiment „Orff“.
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