Fink II, U-Boot-Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg in Finkenwerder, Deutschland.
Das U-Boot-Bunker Finkenwerder war ein Schutzgebäude aus Stahlbeton mit 232 Metern Länge und 160 Metern Breite, mit einem 3,6 Meter dicken Dach zum Schutz von Unterseebooten. Heute sichtbar sind die teilweise freigelegten Grundmauern, die mit schwarzem Kies markiert sind und die ehemalige Größe der Anlage zeigen.
Der Bau begann im März 1941 und lief bis 1944, wobei die Anlage bis zu 15 Unterseeboote beherbergen konnte. Nach der Zerstörung 1946 verschwand der Bunker unter der Erde, bis er 2002 bei Bauarbeiten des Airbus-Werks wiederentdeckt wurde.
Der Ort trägt Informationstafeln und Denkmäler, die an die Zwangsarbeiter und Häftlinge aus Konzentrationslagern erinnern, die beim Bau beteiligt waren. Diese Spuren machen die menschlichen Kosten des Krieges sichtbar und präsent.
Das Gelände ist teilweise begehbar und zeigt die ausgehobenen Grundrisse der Bunkeranlage. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da der Boden uneben sein kann und die Markierungen mit Kies die ehemalige Struktur nur andeuten.
Das Gelände steht nun unter Denkmalschutz und liegt in unmittelbarer Nähe zum Airbus-Werk, wo die Wiederentdeckung des Bunkers zufällig stattfand. Diesen Kontrast zwischen moderner Flugzeugfertigung und historischen Kriegsspuren zu sehen, prägt den Ort besonders.
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