Frauenhof, Kulturdenkmal in Frankfurt, Deutschland.
Der Frauenhof ist eine Barockanlage in Frankfurt-Niederrad, die zwischen 1761 und 1781 für den Kattunfabrikanten Johann Friedrich Müller entstand. Dem nördlichen Teil, dem „Schlößchen“ von 1761, liegt jenseits eines Torbogens ein späterer Anbau gegenüber; der Bogen trug einst ein Uhrtürmchen, das Wahrzeichen Niederrads, das 1944 zerstört wurde. Neben dem Bolongaropalast in Höchst ist der Frauenhof die einzige vollständig erhaltene Barockanlage Frankfurts.
Der Kattunfabrikant Johann Friedrich Müller ließ 1761 den nördlichen Teil, das „Schlößchen“, und 1781 den gegenüberliegenden Flügel errichten, beide verbunden durch einen Torbogen mit Uhrtürmchen. 1806 gaben die Erben die Fabrik auf; 1817 kaufte der Landwirt Karl Maximilian Schulze das Anwesen, 1841 erwarb es das Katharinen- und Weißfrauenstift, daher der Name. Ein Luftangriff 1944 zerstörte Dach und Uhrturm, die nicht wiederhergestellt wurden.
Der Name Frauenhof geht auf das St. Katharinen- und Weißfrauenstift zurück, das das Anwesen 1841 erwarb. Das Uhrtürmchen über dem Torbogen wurde zum Niederräder Wahrzeichen; 1944 zerstörte eine Bombe es, wiederhergestellt wurde es nie. Seit 2010 nutzt eine Kita den Südteil der Annexgebäude, außerdem haben ein türkischer Kulturverein und eine Moschee dort Räume.
Der Frauenhof steht in Frankfurt-Niederrad, nicht in der Altstadt, an der Ecke Schwarzwaldstraße und Frauenhofstraße. Das Gelände ist privat: Im südlichen Anbau ist seit 2010 eine städtische Kita untergebracht, weitere Räume nutzen ein türkischer Kulturverein und eine Moschee. Die Barockfassade und der Torbogen sind von der Straße aus zu sehen.
Zwischen 1889 und 1908 führte die Trasse der Frankfurter Waldbahn durch den Torbogen des Frauenhofs, die Gleise verliefen also direkt unter dem von Johann Friedrich Müller errichteten Uhrtürmchen. Ein Luftangriff zerstörte 1944 Dach und Turm; das Notdach wurde nicht saniert und der Uhrturm nicht wiederhergestellt.
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