Stadtwüstung Blankenrode, Mittelalterliche Burgruine in Lichtenau, Deutschland.
Stadtwüstung Blankenrode ist eine mittelalterliche Burgruine mit Resten von Befestigungsmauern, einer zentralen Siedlungsfläche und Verteidigungsanlagen auf einem Bergsporn in den Eggebergen. Das Gelände zeigt die archäologischen Überreste einer vollständigen mittelalterlichen Stadtanlage mit sichtbaren Spuren von Straßen, Häusern und dem ehemaligen Marktplatz.
Die Burg wurde 1250 vom Fürstbischof von Paderborn und dem Abt der Abtei Corvey gegründet, um die Herrschaft gegen den Grafen von Waldeck zu sichern. Die Siedlung wuchs zu einer bedeutenden Stadt heran, wurde aber später aufgegeben und ist heute ein archäologisches Zeugnis dieser Epoche.
Der Ort trägt den Namen Blankenrode, was sich auf die hellen, offenen Rodungsflächen bezieht, die früher die Siedlung umgaben. Besucher können heute noch die Grundrisse von Häusern und Straßen erkennen, die zeigen, wie die Menschen hier zusammenlebten.
Das Gelände ist über markierte Wanderwege zu erreichen, die entlang der alten Hersweg-Handelsroute verlaufen, die die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser überquert. Besucher sollten festes Schuhwerk mitbringen, da der Weg durch unebenem Gelände führt und Teile des Geländes uneben sind.
Archäologische Forschungen haben gezeigt, dass über 1000 Menschen hier lebten, was es zum bedeutendsten verlassenen mittelalterlichen Stadtgelände in Zentraleuropa macht. Diese Bevölkerungsgröße war für eine mittelalterliche Siedlung dieser Zeit ungewöhnlich und zeigt die Bedeutung des Ortes als regionales Zentrum.
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