Zisterzienserabtei Hardehausen, Zisterzienserabtei in Warburg, Deutschland.
Hardehausen ist ein Zisterzienserkloster in Warburg mit frühen gotischen Kreuzgängen und roten Ziegeldächern, das sich um mehrere ruhige Innenhöfe und alte Fischteiche erstreckt. Die Gebäude zeigen Steinmauern aus verschiedenen Bauphasen, mit Resten einer romanischen Säulenbasilika, die heute in Teilen bewahrt ist und das Erscheinungsbild des Geländes prägt.
Das Kloster wurde 1140 als Tochterhaus der Abtei Kamp gegründet und war die erste zisterziensische Siedlung in Westfalen. Später gründete Hardehausen selbst mehrere Ableger, was zeigt, dass es zu einem wichtigen geistlichen Zentrum in der Region heranwuchs.
Der Klostername bezieht sich auf die steinigen Böden der Gründungsregion und beschreibt das raue Land, das die Mönche kultiviert haben. Besucher können noch heute die Terrassierungen und Wassergräben sehen, die das tägliche Leben der Gemeinschaft prägten.
Das Gelände wird heute als Bildungszentrum des Erzbistums Paderborn genutzt und bietet verschiedene Programme für Schulgruppen und erwachsene Besucher an. Wer das Kloster erkunden möchte, sollte sich vorab über aktuelle Besichtigungsmöglichkeiten informieren, da nicht alle Bereiche jederzeit zugänglich sind.
Während des Zweiten Weltkriegs diente das Kloster als Arbeitslager für Häftlinge aus dem Konzentrationslager Buchenwald. Nach 1945 wurde das Gelände gründlich gereinigt und umgewandelt, weshalb kaum sichtbare Spuren dieser Zeit erhalten blieben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.