Frei-religiöse Gemeinde Offenbach, Zentrum der frei-religiösen Gemeinde in Offenbach am Main, Deutschland
Die Frei-religiöse Gemeinde Offenbach nutzt drei Gebäude in der Stadtmitte: die Weihehalle, das Jugendheim und die Gemeindeverwaltung. Die hohe rechteckige Fassade ist aus hellbeigem Stuck, das Dach dunkel und flach geneigt mit weißem Gesims; oben trägt ein graues Feld ein goldenes Kreuz mit einem Ring hinter den Armen. Rechts springt ein niedrigerer weißer Flügel mit zweiteiligem Fenster zurück.
Am 9. März 1845 unterzeichneten mehrere Hundert Personen unter Führung Joseph Pirazzis die Gründungsurkunde einer „Katholisch-christlichen Gemeinde“, die sich noch im Gründungsmonat „deutsch-katholisch“ nannte. Sie war eine der ersten freireligiösen Gemeinden Deutschlands, angestoßen durch Johannes Ronges Offenen Brief von 1844 gegen die Ausstellung des „Heiligen Rocks“ in Trier. 1863 verlieh das Darmstädter Ministerium die Korporationsrechte, 1875 erhielt sie das Besteuerungsrecht.
Die Gemeinde vereint Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen, von religiösen Humanisten bis zu Rationalist:innen, die gemeinsam ohne festgelegte Dogmen zusammenkommen. Dieser offene Ansatz spiegelt sich in der Art wider, wie die Gemeinschaft ihre Räume nutzt und Rituale gestaltet, die für viele verschiedene Lebensweisen offen sind.
Der Standort liegt zentral an der Schillerplatz und ist leicht zu Fuß erreichbar. Die Einrichtung bietet umfangreiche Dienste für Familien und Menschen in verschiedenen Lebensabschnitten, mit mehreren Räumen für verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten.
Die Gemeinde schreibt ihren Namen bewusst als 'frei-religiös' statt 'freireligiös', um sich von anderen freireligiösen Gemeinschaften abzuheben. Als deutschlandweit einzige freireligiöse Gemeinde betreibt sie seit September 2006 mehrere Kindertagesstätten mit 171 Plätzen.
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