Lauschensteintunnel, Eisenbahntunnel im Landkreis Sonneberg, Deutschland
Der Lauschensteintunnel ist ein Eisenbahntunnel mit einer Länge von 275 Metern in der Nähe von Lauscha in der Region Sonneberg. Die Röhre verläuft durch bergiges Gelände und besitzt Betonportale, die mit Natursteinblöcken verkleidet sind, während das Innere ein Ziegelgewölbe aufweist.
Die Königlich Preußischen Staatseisenbahnen bauten den Tunnel in der ersten Hälfte des Jahres 1912. Der Durchbruch der Tunnelröhre erfolgte am 11. Juni um 18:00 Uhr und war ein wichtiger Schritt für die Fertigstellung der Strecke.
Der Tunnel ist Teil der Eisenbahnstrecke Coburg-Ernstthal und zeigt die Baukunst der frühen 1900er Jahre. Man sieht an den Portalen die Handwerkskunst der Zeit, mit Natursteinblöcken und Ziegelgewölbe, die das Können der Arbeiter widerspiegeln.
Der Tunnel folgt einer gekrümmten Strecke und überwinden einen Höhenunterschied von neun Metern mit einem Gefälle von 31,3 Promille. Die Passage ist sicher gestaltet und enthält an der gekrümmten Strecke Sicherheitsnischen für Arbeiter und Notfälle.
Der Tunnel verläuft in einem Radius von 250 Metern, was eine besondere technische Herausforderung für die Erbauer war. Diese elegante Kurvenführung verbindet den Bahnhof Lauscha mit der Station Oberlauscha und erforderte präzise Ingenieurarbeit der Zeit.
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