Stadtkirche Neuhaus am Rennweg, Neugotische Kirche in Neuhaus am Rennweg, Deutschland.
Die Stadtkirche Neuhaus am Rennweg ist ein Kirchengebäude im Stil der Neugotik, das auf einem Natursteinfundament unterhalb des Marktplatzes steht. Das Bauwerk prägt sich durch seine Doppelfenster mit Spitzbögen an der Fassade aus und verfügt im Inneren über etwa 350 Sitzplätze, eine umlaufende Empore und Holzvertäfelungen.
Die heutige Kirche wurde 1891/92 nach Plänen des Rudolstädter Baurats Rudolph Brecht errichtet und am 28. August 1892 eingeweiht. Sie ersetzte eine kleine barocke Holzkirche, die zwischen 1668 und 1673 beim Jagdhaus Graf Albert Antons von Schwarzburg-Rudolstadt entstanden, 1765 erweitert worden und verfallen war; 1894 wurde sie abgerissen. 1934 wurde eine Kohleheizung eingebaut, größere Instandsetzungen folgten 1982, 1994 und 2006.
Das Thema der Kirche stammt aus Johannes 15, dem Weinstock und den Reben, aufgegriffen in Ornamenten aus Weintrauben, Blättern und Reben. Die Glasmalerei fertigte die Glasmalereianstalt Ferdinand Müller, das Altarbild ist ein Öldruck der Kreuzabnahme von Rubens. Zwei gerahmte Tafeln mit deutschem Text hängen an den Holzwänden.
Der Raum bietet etwa 350 Sitzmöglichkeiten, darunter auch eine umlaufende Empore, die zusätzliche Plätze bereitstellt. Die Besucher sollten beachten, dass die Kirche auf einem Fundament unterhalb des Marktplatzes errichtet ist und über eine Holzverkleidung im Inneren verfügt.
Das freistehende Glockenhaus neben der Kirche stammt von 1924; es wurde errichtet, weil der Kirchturm die drei nach dem Ersten Weltkrieg bei der Gießerei Ulrich und Weule beschafften Eisenhartgussglocken nicht standsicher tragen konnte. Im Dachreiter hängt noch eine kleine Eisenhartgussglocke von 1919.
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