Forschungsreaktor Karlstein, Kernforschungsreaktor in Karlstein am Main, Deutschland
Der AEG Prüfreaktor war eine Kernforschungsanlage mit zwei unterschiedlichen Reaktoren. Der PR-10 arbeitete mit einer Leistung von 180 Watt, während der TKA-Reaktor 100 Watt Wärmeleistung erbrachte.
Die Konstruktion des Reaktors begann 1960, und der PR-10 wurde 1961 in Betrieb genommen und arbeitete bis zu seiner endgültigen Stilllegung 1976. Das Gelände war zuvor von Frankfurt-Niederrad nach Karlstein am Main verlegt worden, um behördliche Anforderungen in der Nähe des Kernkraftwerks Kahl zu erfüllen.
Der Ort war eng mit der lokalen Identität von Großwelzheim verbunden, wo sogar das Stadtwappen ein Atomsymbol erhielt, um diese Verbindung zu zeigen. Dieses Zeichen machte deutlich, wie wichtig die Kernforschung für die Region war.
Das Gelände ist heute nicht mehr aktiv und kann nicht von Besuchern besucht werden. Es ist wichtig, sich vor einem Besuch in der Region über die aktuelle Situation zu informieren, da das Areal unter Kontrolle steht.
1973 fusionierten die Reaktorabteilungen von AEG und Siemens zur Gründung von Kraftwerk Union, die daraufhin die Forschungseinrichtung weiterführte. Diese Verschmelzung zweier Industriegiganten veränderte die Struktur der deutschen Kerntechnologie grundlegend.
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